frohes neues Jahr!
11. Januar 2009
“All of me” by Chris Chameleon from Shotopop on Vimeo.
“All of me” by Chris Chameleon from Shotopop on Vimeo.
Der erwerbslose Johannes Seffer, vormals Schlagerparty-DJ, der sich selbst neumodisch englisch akzentuiert “Joseph” (sprich: Dschousepp”) nannte, tingelte kreuz-und-quer durch die Republik auf der Suche nach einem Job. Mit im Schlepptau hatte er seine Olle genannt Müriet (eigentlich Marianne aus Ludwigshafen), die er oft augenrollend “Oh, Mutter Gottes…” nannte, wenn sie an der Tanke mal wieder eine geschlagene Stunde brauchte, um sich dann doch nicht für einen Plastikblumenstrauß entscheiden zu können.
Naja, er war schon sehr geduldig mit ihr, immerhin war sie im neunten Monat schwanger. Johannes wusste zwar nicht, ob er wirklich Erzeuger des Balgs war, aber Müriet hatte ihm immer wieder beteuert “hey, isch bin keine Schlampe, isch lieb disch voll escht! oder was!?”, also hielt er sie noch ein wenig aus, auch wenn er insgeheim vermutete, dass sie doch eine war…
Als sie also mal wieder des Nachts in eine andere Stadt kamen, um dort einen Job für ihn zu suchen… tatsächlich war Johannes vor allem auf der Flucht vor den Gerichtsvollziehern, die ihm schon sein Luxushaus mit allem Luxusinventar unterm Arsch weggepfändet hatten, was aber nicht reichte, um die Schulden des auf Pump finanzierten Porsche Cayenne zu tilgen… naja, egal: das ist ne andere Geschichte… auf jeden Fall: es passierte, wie es passieren musste: Müriet kam in die Wehen.
Die Absteige im frühen 70er-Jahre-Baustil, die sich nichtmal schämte “HOTEL” in nur noch teilweise leuchtenden, elektrisch surrenden Neonbuchstaben über den Eingang zu schreiben, war wirklich kein guter Ort dafür, ein Kind auf die Welt zu bringen. Aber egal, es ging halt nicht anders. In den großen Hotelketten waren sie längst als Zechpreller bekannt und hatten deshalb fast überall Hausverbot.
Gut, um die heiße Phase der Geburt mal erzählerisch auszusparen… war ja auch ne ziemliche Sauerei mit den ganzen Handtüchern… und das Bett erst noch, furchtbar! Auf jeden Fall war das Balg dann endlich irgendwann draußen und Johannes, der so eine Geburt bisher nur aus dem Privatfernsehen kannte, geschweige denn selbst eine durchgeführt hatte, entfuhr es “Jesses! en Bub!” – und so sollte er dann auch heißen: Jesus (sprich: “Dschieses”).
Da Müriet von der ganzen Geburt und so erst einmal “boah, krass die Erschöpfungszustände” hatte, entschieden sie für eine Weile in diesem “Hotel” zu bleiben. Der kleine Jesus, geparkt in einem – mit Decken aus einem 1-Euroladen ausgeschlagenen – Plastikwäschekorb, schien es so weit gut zu sehen: er schlief tief und fest und “voll niedlisch, gell!”.
<Szenenwechsel>
Zur gleichen Zeit in einer anderen Stadt, aber nicht sehr weit entfernt, erfahren die drei professionellen Geldeintreiber Kasper Rauhes, Marcel Schiorwicz und Balta Hasa el Hudin den mutmaßlichen Aufenthaltsort von Johannes Seffer durch einen alten Kontakt aus dem Schlagerdisco-Umfeld. Sie besprechen sich nur kurz und überlegen nicht lange, bis sie – ausgerüstet mit Schlagringen, Baseballschlägern und Pfefferspray – in ihren schwarzen Kombi mit dem in goldener Folie aufgeklebten Schriftzug “Three Kings – Direktinkasso GbR” steigen und losfahren…
…to be continued…
Ach ja, hatte ich ganz vergessen: eine Bakterie aus den Därmen des rosa Riesen hat geantwortet…
Sehr geehrter Herr Metz, Sie interessieren sich für das eiFon von Äpple im Rahmen einer Vertragsverlängerung und fragen nach, welches Angebot wir Ihnen als langjährigen Kunden machen können. Wir werden das eiFon ab dem 9. November 2007 für unsere Kunden anbieten. Zu den Konditionen der Vermarktung können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage treffen. Sie können sich für die aktuellen Informationen zum eiFon über unsere Homepage unter wehwehweh.tee-mohbeil.de/eifon/ registrieren. Gern unterbreiten wir Ihnen ab diesem Zeitpunkt ein persönliches Angebot für dieses Händy. Unsere aktuellen Händy-Angebote finden Sie auf unserer Homepage wehwehweh.tee-mohbeil.de in der Rubrik “Händys & Shop” dann “Händys & Datengeräte” über den Link http://ziemlich_lange_url. Wenn Sie an einem unserer Angebote Interesse haben, schreiben Sie uns. Mit freundlichen Grüßen T-Mobile Kundenservice Björn Händsweg*War ja klar, dass da nicht einfach nur ein “Klar, können wir machen!” kommt. Das wäre ja zu einfach, unkompliziert, zuvorkommend, kundenfreundlich oder einfach nur: super! Eben einfach alles, was dieser Konzern nicht ist.
(*Name geändert)Fand ich doch in den letzten Tagen mehrmals Spam Werbung eines der rosa Riesengeschwistern; und zwar von dem der schnurlosen Sorte in meinem elektronischen Postfach. “Das iPhone kommt am 09. November 2007 nach ‘schland… 9. November?! Da hast du doch Geburtstag”, dachte ich. Ich zögerte nur kurz und sagte mir dann: “hm, einfach mal versuchen.”
Ich verbrachte einige Zeit auf der grauslich unübersichtlichen Webseite mit der Suche nach dem Kontaktformular, bevor ich folgende hoffnungsschwangere Nachricht loswerden konnte:
“Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit 1999 Kunde bei X-Mobile (damals noch X-Mobil), mit immer noch dem original Vertrag, mit der gleichen Handynummer von damals. Mein Vertrag hat sich immerautomatisch verlängert und ich habe dafür von Ihnen nie ein Angebotüber ein neues Handy erhalten / in Anspruch genommen. Jetzt habe ich gehört, dass am 9. November, welcher zufällig mein Geburtstag ist, dasiPhone von Apple in Deutschland auf den Markt kommt. Da dachte ich mir,es wäre doch ein prima Treuebonus und ein tolles Geburtstagsgeschenkvon X-Mobile an mich. Ich wünsche mir deshalb ein iPhone von X-Mobilezu meinem Geburtstag! Für meinen bestehenden Vertrag und als echtes Geschenk (d. h. ohne kleine Einsen oder anderen kleinen Zahlen, dieman dann im Kleingedruckten nachlesen muss). Was sagen Sie dazu? Mitfreundlichen Grüßen Benjamin Metz* *langjähriger treuer Kunde, Fan vonX-Mobile und Geburtstagskind am Tag des iPhone-Marktstarts inDeutschland (gucken Sie doch in meine Kundendaten, dasteht es schwarz auf weissMal sehen, ob was zurück kommt. Ich werde hier berichten
Ja, es ist tatsächlich wahr: wir haben es getan.
Heimlich, still und leise und nur wir beide. Nur unsere allernächsten Verwandten, also Mamas, Papas, eine Schwester und Brüder waren eingeweiht und haben unseren Wunsch, diesen Tag in einsamer Zweisamkeit zu begehen respektiert (bzw. in einigen Fällen “mit Wehmut respektieren müssen”).
Am Freitag, den 21.09.2007 um 11:15 Uhr gaben wir uns im kleinsten Rahmen in Birkenau das Ja-Wort. Es war ein herrlicher, sonniger Tag – wie extra nur für uns gemacht.
Nach der Trauung fuhren wir noch kurz in den Schlosspark von Weinheim, wo wir ein paar schöne Hochzeitsfotos machten. Anschließend ging es zurück nach Hause, raus aus der “Umstandsmode”, rein in lockere Sommerbekleidung, dann die bereits gepackten Koffer geschnappt und mit dem eigenen Auto los nach Lindau an den Bodensee – ins Flitterwochenende.
Bisher hatte ich mir nicht so richtig vorstellen können, dass ich doch irgendwann einmal heirate. So eine Hochzeitsschlacht mit Müll-Polterabend, überschwänglichem Fest, Freunden, Bekannten, Familie, Nachbarn und sonstigem Tri und Tra und Trulala… nein, das ist nicht mein Ding.
Jetzt hatten wir es, “unser Ding”. Und es war perfekt so wie es war: unverkrampft, unkompliziert, angenehm, sonnig und einfach sehr, sehr schön. Ein Tag und ein Wochenende an das man sich immer wieder gern zurückerinnern wird… also… wir
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PS: einige Bilder unserer Hochzeit könnt ihr euch auf dem Blog meiner Frau anschauen, in Farbe, bunt und in chronologischer Reihenfolge.